BRENNENDER BALKAN - die jugoslawischen Erbfolgekriege - DER SPIEGEL
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BRENNENDER BALKAN - die jugoslawischen Erbfolgekriege

• aus DER SPIEGEL 41/2000
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28. Juni 1989 Etwa eine Million Serben kommen an der Gedenkstätte Gazimestan bei Pristina zur Erinnerung an die »Schlacht auf dem Amselfeld« vor 600 Jahren zusammen. Milosevic kündigt mögliche »Kämpfe« an, um der angeblichen Benachteiligung der Serben innerhalb der jugoslawischen Föderation entgegenzutreten.

5. Juli 1990 Belgrad stellt die autonome Provinz Kosovo unter serbische Zwangsverwaltung, die Nordrepubliken Slowenien und Kroatien protestieren gegen den Verfassungsbruch.

Mai 1991 In Kroatien erhebt sich die serbische Minderheit gegen die nationalistische Politik Zagrebs.

25. Juni 1991 Slowenien und Kroatien rufen gleichzeitig ihre Unabhängigkeit von Belgrad aus. Die Armee lässt Panzer nach Slowenien rollen.

15. Oktober 1991 Das Parlament in Sarajevo erklärt mit den Stimmen der moslemischen und kroatischen Abgeordneten die Souveränität Bosnien-Herzegowinas. Die serbischen Abgeordneten boykottieren die Sitzung und rufen zum bewaffneten Aufstand. Der Bruderkrieg erreicht in den kommenden Monaten seinen blutigen Höhepunkt. Die Bilanz bis 1995: über drei Millionen Flüchtlinge, etwa 250 000 Tote.

21. November 1995 Milosevic stimmt dem Daytoner Friedensabkommen zu, der Krieg um Bosnien ist beendet.

Sommer 1997 Militante Albaner erklären dem Belgrader Regime den Guerrillakrieg und fordern die Unabhängigkeit des Kosovo. Milosevic antwortet mit Racheaktionen gegen die albanische Zivilbevölkerung.

6. Februar 1999 Im Schloss Rambouillet bei Paris beginnt eine Kosovo-Friedenskonferenz unter internationaler Vermittlung.

24. März 1999 Nach dem Scheitern von Rambouillet beginnt die Nato mit Luftschlägen gegen Serbien, nach 78 Tagen lenkt Milosevic ein und stimmt einer internationalen Friedenstruppe für das Kosovo zu.

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