Brian Reeve,
62, in Großbritannien geborener Geschäftsmann, hat sich für einen weltbekannten Landsmann tief verschuldet. Vor vier Jahren hatte Reeve den Plan gefaßt, zu Ehren des britischen Politikers und Weltkrieg-II-Helden Sir Winston Churchill (1874 bis 1965) in Paris eine Statue zu errichten. Obwohl sich viele französische Politiker für das Vorhaben stark machten, blieb das bisherige Sammelergebnis dürftig. Nur 35 000 Pfund, ein Sechstel der erforderlichen Summe, konnte Reeve bisher französischen Geldgebern entlocken, ein armseliger Betrag. Lady Soames, Churchills Tochter, hatte 1993 mehr als 300 000 Pfund gesammelt für eine Statue des französischen Kriegshelden General de Gaulle, die in London aufgestellt wurde. Im November soll in Anwesenheit eines Mitglieds der königlichen Familie und des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac die dreieinhalb Meter hohe und drei Tonnen schwere Bronzeplastik des berühmten Briten an der Avenue Winston Churchill, einer Seitenstraße der Champs-Elysées, feierlich enthüllt werden. Wenn sich die Spendenbereitschaft der Franzosen nicht bessert, so Reeve, dann werde er sich »mit einer Blechbüchse vor die Statue zum Betteln stellen müssen«.