Brief an Honecker
SED-Chef Erich Honecker hat in der vergangenen Woche einen Brief von Bundeskanzler Helmut Schmidt erhalten. Mit dem Schreiben reagierte Schmidt auf das Treffen von Honecker und KP-Chef Leonid Breschnew auf der Krim Anfang August, bei dem die beiden Ostblock-Führer »rege politische Kontakte zwischen Staatsmännern von Ländern mit unterschiedlichen sozialen Systemen« als »besonders wertvoll und notwendig« bezeichnet hatten. Der Kanzler bestätigte dem Staatsratsvorsitzenden in der Botschaft seine grundsätzliche Bereitschaft zu einem baldigen deutsch-deutschen Gipfel in der DDR, schlug aber einen Termin noch nicht vor. Deutschland, so der Kanzler, müsse zur Stabilisierung des Friedens beitragen. Schmidt plädierte zudem dafür, die Beziehungen beider deutscher Staaten zu verbessern.