BRUTREAKTOREN - DER SPIEGEL
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BRUTREAKTOREN

• aus DER SPIEGEL 10/1967
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sind, wie die Techniker der Branche launig formulierten, »Goldesel der Atomphysik": Während sie Arbeit leisten -- etwa elektrischen Strom erzeugen -- liefern sie gleichzeitig, quasi als Abfallprodukt, mehr neuen Kernbrennstoff, als sie verbrauchen. In weniger als zehn Jahren könnte ein (1000-Megawatt-)Brutreaktor, der eine Stadt von der Größe Münchens mit elektrischem Strom versorgt, seinen Vorrat an spaltbarem Material verdoppelt haben.

Als Brennstoff dient rast reines Uran 235 oder Plutonium, umgeben von einem Mantel aus Uran 238. Neutronen, die beim Zerfall des Urans 235 oder des Plutoniums frei werden, dringen in die Atomkerne des Urans 238 ein und verwandeln es in Plutonium, das seinerseits als Reaktor-Brennstoff geeignet ist. Anstelle von Uran 238 kann auch das Schwermetall Thorium als Mantel verwendet werden. In diesem Fall entsteht unter Neutronen-Beschuß die gleichfalls als Brennstoff verwendbare Uran-Variante Uran 233.

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