TV-PRODUKTIONEN Cäsar im Doppelpack
Julius Cäsar hat Hochkonjunktur bei TV-Produzenten: Gleich zwei internationale Produktionen unter deutscher Führung widmen sich dem römischen Imperator. Für 20 Millionen Dollar verfilmt Uli Edel für die ARD den Zweiteiler »Julius Cäsar« mit Tobias Moretti als Cassius, Christopher Walken als Cato und Heino Ferch als gallischem Kriegsherrn Vercingetorix. Konkurrenz bekommt Ferch dabei von Gérard Depardieu, der seine Vorliebe für Historienschinken schon gemeinsam mit Virginie Ledoyen in »Les Misérables« bewies: Er soll Vercingetorix in der vierteiligen KirchMedia-Produktion »Cäsar und Augustus - Triumph der Macht« spielen - erste Episode einer auf insgesamt zwölf Teile geplanten Geschichte Roms unter dem Titel »Das Imperium«. Noch hat kein deutscher Sender zugegriffen, die Verhandlungen aber seien »weit fortgeschritten«, heißt es bei KirchMedia. Dabei handelt es sich nach Brancheninformationen ausgerechnet um das ZDF. Der Mainzer Sender hatte mit »Napoleon« (auch mit Depardieu) bereits Kirchs letztes Historienepos gekauft. Eingefädelt wurde der Deal damals von Kirchs Ex-Programmchef und jetzigem Aufsichtsratsvorsitzenden Jan Mojto, der auch für die jüngste Hochglanz-Historie verantwortlich ist. Die Cäsar-Variante der ARD soll im Dezember ausgestrahlt werden - dann läuft auch »Napoleon« im ZDF.