Charlton Heston
Charlton Heston, 78, Schauspieler ("Ben Hur") und Chef der National Rifle Association (NRA), des mächtigen Lobbyvereins der amerikanischen Waffennarren, zeigte sich vergangene Woche unbeeindruckt von den Taten des Washingtoner Heckenschützen. Bei einer Versammlung der NRA gegen ein mögliches Waffenkontrollgesetz demonstrierte Heston seine uneinsichtige Haltung mit einer Flinte, die er mit beiden Händen vor der Menge triumphierend hochhielt. Außerhalb des Versammlungsorts in Manchester (New Hampshire) gedachten Unterstützer eines Gesetzes zum restriktiven Schusswaffenbesitz der Opfer des Heckenschützen mit brennenden Kerzen. Heston, der jüngst bekannte, er leide an Alzheimer, ist selbstverständlich auch gegen den »ballistischen Fingerabdruck« - gegen eine Datenbank, in der die charakteristischen Spuren aufbewahrt werden sollen, die eine Schusswaffe auf dem abgefeuerten Geschoss hinterlässt. Mit Hilfe einer solchen Datenbank, so die Befürworter, könnte man Verbrecher wie den Washingtoner Heckenschützen schneller ergreifen. NRA-Sprecher halten derlei Spurenvergleiche für wissenschaftlich unzuverlässig.