Christine Deviers-Joncour - DER SPIEGEL
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Christine Deviers-Joncour

• aus DER SPIEGEL 22/2000
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Christine Deviers-Joncour, 53, Ex-Geliebte des früheren französischen Außenministers Roland Dumas, wird ihre turbulenten Erlebnisse in die Kinos bringen. Bekannt geworden war die Dame unter anderem, weil der Skandal-Ölmulti ElfAquitaine sie mit fürstlichen Dotationen zu dem Versuch überredete, ihren Liebhaber für die Ziele des Geldgebers zu erwärmen. Der Cineast Alexandre Arcady, 52, hat die Rechte an Deviers-Joncours Autobiografie »Die Nutte der Republik« gekauft. Er brachte seine künftige Beraterin gleich mit zu den Filmfestspielen in Cannes. Der Erfolg des neuen Stars, der Dumas mit von Elf finanzierten Geschenken wie Berluti-Schuhen (das Paar über 3000 Mark) um sein Amt als Präsident des Verfassungsrats gebracht und ihn bei den Justizbehörden belastet hatte, war überwältigend. Deviers-Joncour entzückte die Presse mit Überlegungen, dass Alain Delon den Dumas und Isabelle Adjani sie selbst mimen könnte, außerdem mit solchen Sprüchen wie: »Ich steige die Treppen zu Justizpalästen leichter hoch als die zu Filmpalästen.« Gleichzeitig lüftete sie das Geheimnis, wie sie auf die frivole Selbstbezichtigung »Nutte der Republik« verfallen sei: »Die Richter nannten mich so - bevor sie mich in U-Haft steckten.«

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