Chronik - DER SPIEGEL
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Chronik

16. bis 22. März
• aus DER SPIEGEL 13/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SAMSTAG, 16. 3.

PROTEST Nach dem EU-Gipfel demonstrieren Hunderttausende in Barcelona gegen die Globalisierung. Mehr als 9000 Polizisten sind im Einsatz.

SONNTAG, 17. 3.

NEUES PROFIL Auf ihrem Parteitag in Berlin beschließen die Grünen ein neues Programm. Sie geben den seit 1980 bestehenden Grundsatz der Gewaltfreiheit auf.

STICHWAHL Die bayerische SPD stellt nun auch die Oberbürgermeister in Nürnberg und Augsburg.

REGIERUNGSWECHSEL Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Portugal verlieren die Sozialisten ihre Mehrheit. Stärkste Partei wird die konservative PSD mit ihrem Spitzenkandidaten José Manuel Durão Barroso.

MONTAG, 18. 3.

FLÜCHTLINGSDRAMA Ein Schiff mit fast 1000 Kurden, darunter etwa 300 Kinder, wird vor Sizilien aufgebracht und in den Hafen von Catania geschleppt.

DIENSTAG, 19. 3.

KORRUPTION Die Bundes-SPD erhebt in der Schmiergeldaffäre Anklage gegen die führenden Kölner Parteigenossen Norbert Rüther und Manfred Biciste.

VERKEHR Inlineskater gelten als Fußgänger und müssen auf dem Gehweg fahren. Das urteilt der Bundesgerichtshof.

ANSCHLAG In Bologna wird der Wirtschaftsprofessor und Regierungsberater Marco Biagi vor seinem Haus erschossen. Später bekennen sich die Roten Brigaden zu der Tat.

KONSEQUENZEN Simbabwe wird für ein Jahr aus dem Commonwealth ausgeschlossen, weil die Wiederwahl von Präsident Robert Mugabe nicht unter fairen und freien Bedingungen erfolgte.

MITTWOCH, 20. 3.

KOMPROMISS Der Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für den umstrittenen Ankauf von zunächst 40 Maschinen des Militärtransporters A400M.

UMWELT Das Bundeskabinett beschließt, ab 2003 ein Pfand von bis zu 50 Cent auf Getränkedosen und Einwegflaschen zu erheben.

AUTOBOMBE Bei einem Anschlag in der peruanischen Hauptstadt Lima sterben in der Nähe der amerikanischen Botschaft neun Menschen. Am Samstag wird US-Präsident W. George Bush in Peru zu einem Staatsbesuch erwartet.

DONNERSTAG, 21. 3.

PLEITE Nachdem Kanzler Schröder im Herbst 1999 versucht hatte, den Baukonzern Philipp Holzmann vor dem Konkurs zu retten, muss das Unternehmen nun doch Insolvenz beim Amtsgericht Frankfurt/Main beantragen. Damit sind Tausende von Arbeitsplätzen bedroht.

FREITAG, 22. 3.

EKLAT Die Länderkammer stimmt mehrheitlich für die Annahme des Zuwanderungsgesetzes. Weil Bundesratspräsident Klaus Wowereit jedoch die beiden divergierenden Stimmen Brandenburgs als Zustimmung gewertet hat, verlassen die CDU/CSU-Vertreter unter Protest die Sitzung. Sie werfen dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Verfassungsbruch vor.

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