Chronik - DER SPIEGEL
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Chronik

17. bis 23. Juli
• aus DER SPIEGEL 31/2004
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SAMSTAG, 17. 7.

PALÄSTINA Regierungschef Kurei reicht nach einer Serie von Entführungen im Gazastreifen seinen Rücktritt ein. Präsident Jassir Arafat ernennt seinen Vetter Mussa Arafat zum Sicherheitschef, macht dies aber nach heftigen Protesten rückgängig.

SONNTAG, 18. 7.

RELIGIONEN Die liberalen jüdischen Gemeinden legen ihren Streit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland um staatliche Zuschüsse bei.

MONTAG, 19. 7.

FLÜCHTLINGE Innenminister Otto Schily schlägt die Einrichtung von Auffanglagern für Asylbewerber in Nordafrika vor.

RECHT Vorstände von Aktiengesellschaften haften unter Umständen persönlich für bewusst falsche Börsenmeldungen, entscheidet der Bundesgerichtshof.

DIENSTAG, 20. 7.

PARTEIEN Die bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier kündigt in der Affäre um gekaufte CSU-Mitglieder ihren Rücktritt als Münchner Bezirksvorsitzende an.

FUSSBALL Jürgen Klinsmann soll neuer Bundestrainer werden. Der DFB verhandelt mit dem ehemaligen Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

MITTWOCH, 21. 7.

EUROPA Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso widersetzt sich dem deutschen Verlangen nach einem für Wirtschaftsfragen zuständigen »Superkommissar«.

NAHOST Die Uno-Vollversammlung fordert von Israel den Abriss der Sperrmauer im Westjordanland. 150 Staaten stimmen für die Resolution, 6 dagegen.

DONNERSTAG, 22. 7.

PROZESSE Das Düsseldorfer Landgericht spricht alle sechs angeklagten früheren Mannesmann-Aufsichtsräte und -Manager vom Vorwurf der Untreue frei. Die Staatsanwaltschaft kündigt Revision an.

MINISTER Die baden-württembergische Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck (FDP) tritt zurück, weil die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen gegen sie ermittelt. Als Nachfolger wird der Liberale Ulrich Goll nominiert.

UNGLÜCK In der Türkei entgleist ein erst im Juni in Betrieb genommener Hochgeschwindigkeitszug auf veralteten Gleisen - 36 Tote.

FREITAG, 23. 7.

UNTERNEHMEN Nach wochenlangen Verhandlungen bei DaimlerChrysler einigen sich Vorstand und Betriebsrat: Einsparungen bei den Arbeitskosten von jährlich 500 Millionen Euro, im Gegenzug Bestandsgarantie für 6000 deutsche Arbeitsplätze bis 2012.

SUDAN Die USA verstärken den Druck auf die Regierung in Khartum. Washington legt dem Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vor, in dem das Regime ultimativ aufgefordert wird, die mordende Miliz in der Krisenregion Darfur binnen 30 Tagen zu entwaffnen.

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