Chronik - DER SPIEGEL
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Chronik

13. bis 19. März
• aus DER SPIEGEL 13/2004
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SAMSTAG, 13. 3.

KANZLERFRAGE Der von Union und FDP nominierte Präsidentschaftskandidat Horst Köhler spricht sich für CDU-Chefin Angela Merkel als nächste Bundeskanzlerin aus.

FESTNAHMEN Zwei Tage nach den Bombenanschlägen von Madrid werden fünf Verdächtige - drei Marokkaner und zwei Inder - in der spanischen Hauptstadt festgenommen.

SONNTAG, 14. 3.

RUSSLAND Bei der Präsidentschaftswahl in Russland wird Staatschef Wladimir Putin mit mehr als 70 Prozent der Stimmen für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

MACHTWECHSEL In Spanien gewinnen die Sozialisten (PSOE) mit Spitzenkandidat José Luis Rodríguez Zapatero die Parlamentswahlen; die konservative Volkspartei (PP) muss nach achtjähriger Regierungszeit die Macht abgeben.

MONTAG, 15. 3.

AUSSCHLUSS Der SPD-Vorstand leitet gegen sechs Sozialdemokraten, die dem Initiativkreis zur Gründung einer neuen Links-Partei angehören, ein Parteiausschlussverfahren ein.

RÜCKTRITT In der Korruptionsaffäre um den Münchner Stadionbau tritt Karl-Heinz Wildmoser als Präsident des Fußballclubs TSV 1860 München zurück. Der Aufsichtsrat des Bundesligisten bestellt Karl Auer zum neuen Vereinschef.

DIENSTAG, 16. 3.

ZUWANDERUNG Bayern will seine Zustimmung zum Zuwanderungsgesetz von weit reichenden neuen Sicherheitsregelungen abhängig machen, erklärt Ministerpräsident Edmund Stoiber.

MITTWOCH, 17. 3.

ANSCHLAG Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad kommen mindestens sieben Menschen ums Leben.

ANKLAGE Die Staatsanwaltschaft München erhebt gegen den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Ladislav Niznansky Anklage wegen Mordes in 164 Fällen.

MANIPULATION Die Chefredakteure einiger spanischer Zeitungen berichten, dass Premier José María Aznar ihnen vor der Wahl telefonisch nahe gelegt habe, die Terrorgruppe Eta für die Madrider Bombenserie verantwortlich zu machen.

KOSOVO Bei den schwersten Ausschreitungen zwischen Albanern und Serben im Kosovo seit Kriegsende 1999 werden 22 Menschen getötet.

DONNERSTAG, 18. 3.

HAFTSTRAFEN Im Prozess um Anschläge der »Revolutionären Zellen« in den achtziger Jahren verurteilt das Berliner Kammergericht Rudolf Schindler und seine Ehefrau als Rädelsführer der Terrororganisation zu je drei Jahren und neun Monaten Haft.

FREITAG, 19. 3.

TAIWAN Einen Tag vor der Wahl in Taiwan erleiden Präsident Chen Shui-bian und Vizepräsidentin Annette Lu bei einem Attentat leichte Schussverletzungen.

SCHLIESSUNG Das Krisengespräch zur Zukunft des von der Schließung bedrohten Waggonbauwerkes des kanadischen Bombardier-Konzerns in Halle-Ammendorf führt zu keiner Lösung.

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