Chronik - DER SPIEGEL
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Chronik

14. bis 20. Juli
• aus DER SPIEGEL 30/2001
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SAMSTAG, 14. 7.

UNFALL Beim Absturz einer russischen Frachtmaschine in der Nähe von Moskau sterben alle zehn Besatzungsmitglieder.

SONNTAG, 15. 7.

MILITÄR Über dem Pazifik glückt nach Angaben der US-Regierung ein Test für das umstrittene Raketenabwehrsystem. Mit einer auf den Marshall-Inseln gestarteten Abwehrwaffe sei es gelungen, eine Sprengkopfattrappe zu treffen.

MUTPROBE Beim traditionellen Stiertreiben im nordspanischen Pamplona werden 447 Menschen verletzt. Unter den Opfern sind auch waghalsige Touristen, die in den engen Gassen der Altstadt auf die Hörner genommen wurden.

MONTAG, 16. 7.

OLYMPIA Nach 21 Jahren scheidet der Spanier Juan Antonio Samaranch aus seinem Amt als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees aus. Nachfolger wird der Belgier Jacques Rogge.

FUSION Die Energiekonzerne E.on und BP vereinbaren eine Neuordnung ihrer Öl- und Gasaktivitäten. Eine Folge ist die Fusion der Tankstellenketten BP und Aral. Die Gesellschaft wird dadurch zum Marktführer in Deutschland.

DIENSTAG, 17. 7.

TESTFLUG Von London aus startet ein Concorde-Überschallflugzeug erstmals nach dem Absturz einer Maschine gleichen Typs bei Paris vor knapp einem Jahr wieder zu einem Flug über den Atlantik.

MITTWOCH, 18. 7.

HOMO-EHE Das Bundesverfassungsgericht lehnt einen Eilantrag Bayerns und Sachsens gegen das Gesetz über die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ab. Von August an ist damit der Weg für Homosexuelle zum Standesamt frei.

AUFBAU-OST Leipzig setzt sich im Rennen um das neue BMW-Werk durch. Die Bayern schaffen mit ihrer Milliardeninvestition rund 10 000 neue Arbeitsplätze.

AUSBRUCH Am Ätna wächst die Angst: Ein gewaltiger Lavastrom bewegt sich auf ein Restaurant zu, das geräumt werden muss. Es ist die erste Evakuierung seit Beginn der Eruptionen des aktivsten Vulkans in Europa vor einer Woche.

DONNERSTAG, 19. 7.

ENTFÜHRUNG Kolumbianische Rebellen entführen drei Deutsche. Einer von ihnen arbeitet in einem Agrar-Projekt, das Indios Alternativen zum Anbau illegaler Drogen bieten soll.

URTEIL Der britische Autor und Ex-Politiker Jeffrey Archer muss wegen Meineids und Behinderung der Justiz vier Jahre ins Gefängnis. Die Zeitung »Daily Star« hatte in den achtziger Jahren berichtet, der Thatcher-Berater habe sich mit einer Prostituierten getroffen. Einen Prozess gegen das Blatt gewann Archer damals und bekam Schmerzensgeld. Der Meineid flog auf, weil ein Freund des Politikers zugab, ihm ein falsches Alibi verschafft zu haben.

FREITAG, 20. 7.

KRAWALLE Der Tod eines Demonstranten überschattet den ersten Tag des G-8-Gipfels der sieben führenden Industrieländer und Russlands in Genua. Der Italiener Carlo Giuliani stirbt durch einen Kopfschuss aus der Waffe eines Carabinieri, nachdem er einen Polizeiwagen attackiert haben soll.

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