SAMSTAG, 5. 7.
TERRORANSCHLAG Zwei mutmaßliche tschetschenische Selbstmordattentäterinnen sprengen sich bei einem Freiluftkonzert in Moskau in die Luft. 14 zumeist jugendliche Zuschauer sterben, über 40 erleiden zum Teil schwerste Verletzungen.
SONNTAG, 6. 7.
NAHOST Die israelische Regierung stimmt für die Freilassung von etwa 350 palästinensischen Häftlingen. Dem Entschluss ging eine stürmische Debatte im Kabinett voraus.
MONTAG, 7. 7.
CDU In Berlin tritt das Parteipräsidium der Union zum Krisengipfel zusammen. Ziel: das Ende der internen Diskussion um die Steuerpolitik.
DIENSTAG, 8. 7.
IG METALL Der heftige Machtkampf an der Spitze der Gewerkschaft wird bei der mehr als zwölf Stunden dauernden Vorstandssitzung in Frankfurt am Main nicht gelöst. Der umstrittene Vizechef Jürgen Peters will weiter im Oktober für den Vorsitz kandidieren.
KOKAIN-AFFÄRE Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden und Fernsehmoderator Michel Friedman akzeptiert eine Geldstrafe wegen Kokainbesitzes und erklärt seinen Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern.
OPERATION Rund 50 Stunden nach Beginn der weltweit ersten Operation zur Trennung erwachsener siamesischer Zwillinge sterben die Schwestern Ladan und Laleh Bijani kurz nacheinander an den Folgen des Eingriffs.
MITTWOCH, 9. 7.
ITALIEN-EKLAT Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagt seinen Sommerurlaub in Italien ab. Der Kanzler reagiert damit auf Äußerungen des italienischen Tourismus-Staatssekretärs Stefano Stefani. Der hatte die Deutschen in einem Zeitungsartikel unter anderem als »einförmige, supernationalistische Blonde« beschrieben.
SCHIFFSUNGLÜCK In Bangladesch gerät eine völlig überfüllte Fähre bei Hochwasser in einen Strudel und sinkt. Vermutlich ertrinken rund 600 Menschen in den Fluten.
DONNERSTAG, 10. 7.
EUROPA Der Konvent für eine EU-Verfassung beendet seine Arbeit. Die 105 Vertreter der EU-Regierungen und -Parlamente unterzeichnen in Brüssel den endgültigen Textentwurf. Er ist die Grundlage einer im Oktober beginnenden Regierungskonferenz, welche die letzte Entscheidungsgewalt über die Verfassung hat.
IRAK-EINSATZ Nach der amerikanischen Regierung befürwortet auch der US-Senat die Entsendung von Nato-Truppen in den Irak. Angesichts der hohen Kosten des US-Militäreinsatzes fordert die Kammer Präsident George W. Bush auf, eine entsprechende Anfrage bei Mitgliedstaaten des Bündnisses zu erwägen.
FREITAG, 11. 7.
BUNDESRAT Die Ministerpräsidenten treffen sich in Berlin zur letzten Sitzung vor der Sommerpause. Auf dem Abstimmungsprogramm stehen weitere Reformen am Arbeitsmarkt, der Nato-Beitritt von sieben osteuropäischen Ländern und die Erweiterung der Europäischen Union.