Chronik - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Chronik / Koolhaas / Märkte / »Dein SPIEGEL«

• aus DER SPIEGEL 50/2011

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es ist das Jahr der unerwarteten Ereignisse - der Revolutionen in Tunesien, Libyen, Ägypten, wo um Demokratie und Freiheit in der arabischen Welt gekämpft wurde; in Japan löste ein Tsunami die Kernschmelze in den Reaktoren von Fukushima aus; und die Finanzkrise verursacht in der Euro-Zone schwere Turbulenzen, mindestens. Von diesen Zäsuren und mehr erzählt, in Analysen, Reportagen und Porträts, die SPIEGEL-Jahreschronik 2011, jetzt auf dem Markt.

Als vor einigen Jahren bekannt wurde, dass der SPIEGEL in ein neues Verlagshaus ziehen wolle, da meldete der Stararchitekt Rem Koolhaas, 67, rasch Interesse an. Am Ende ging der Auftrag jedoch an das dänische Büro Henning Larsen. Nun, einige Monate nach dem Umzug des SPIEGEL, luden die Redakteure Philipp Oehmke, 37, und Tobias Rapp, 40, Koolhaas ein, das neue Gebäude in der Hamburger HafenCity zu begutachten. Koolhaas stürmte durch die Etagen, schaute in die Büros, fragte, als passionierter Schwimmer, auch gleich nach dem legendären Hallenbad des Designers Verner Panton, das sich im Keller des alten SPIEGEL-Gebäudes befunden hatte. Ob es im neuen Gebäude auch einen Pool gebe? Nein? Das sage alles über unsere Zeit. »Koolhaas hätte das Haus sicherlich anders gebaut«, sagt Oehmke, »seine Kritik war aber gentlemanlike« (Seite 126).

Die »Märkte« sind das Wort des Jahres, aber was sind die Märkte? Wie funktionieren sie, warum werden sie »nervös« oder »euphorisch«? Ein Team von neun Reportern unter der Leitung von Cordt Schnibben, 59, und Ullrich Fichtner, 46, beschreibt am Beispiel von sechs Bankern, Devisenhändlern, Fondsverwaltern und Hedgefonds-Managern, wie die Finanzmärkte funktionieren und - in der Vorbereitung auf den EU-Gipfel in Brüssel - die Politik vor sich her trieben. Was steht am Ende der Recherche? Schnibben hat ein Zitat parat: »Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Bank- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.« Der das sagte, verstand was vom Geldverdienen - der Auto-Milliardär Henry Ford (Seite 40).

Auch Zehnjährige wollen wissen, was ein Broker ist oder ob ein Minister bei der Doktorarbeit geschummelt hat. Seit zwei Jahren erscheint »Dein SPIEGEL«, das Nachrichten-Magazin für Kinder. Das Heft erklärt die Politik, die Finanzkrise, den Klimawandel. Es erzählt von wissenschaftlichen Entdeckungen, greift aber auch Themen auf wie Mobbing. Dem neuen Heft liegt nun erstmals eine DVD bei: »Auf der Suche nach versunkenen Welten«. Titelgeschichte und DVD beschreiben die Unterwassersuche nach Schätzen und Palästen.

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