CONANT
(Nr. 13/53, Deutschland)
Der Artikel über Conant war ausgezeichnet, frei von jeder anti-amerikanischen Spitze und instruktiv-sachlich. Ihn zu lesen, war mir ein angenehmer Unterricht.
Berlin
Dr. jur. Friedrich Padel
Als ich zu der Stelle kam, die den Abschied Mackie Clays beschrieb, da standen auch mir die hellen Tränen in den Augen. Ja, da hammer heuer andere Zeiten. Spaß beiseite: man kann annehmen. daß dem »SPIEGEL« bei diesem Artikel nicht ein typisch deutscher Gefühlsdurchbrenner unterlaufen ist. Der sichere politische Instinkt der in die Rolle des repräsentativsten politischen Blattes hinein wachsenden Zeitschrift wird ihm gesagt haben, daß es an der Zeit ist, die deutsch-amerikanische Freundschaft überschwenglich zu feiern.
Düsseldorf
Fritz Krings
... eine abscheuliche Gartenlaubenduselei. Muß man heute als US-Hochkommissar nach Deutschland kommen, um vom SPIEGEL ein geschmeicheltes Porträt gezeichnet zu bekommen?
Karlsruhe
Walter Hillmann
Eine ausgezeichnete Biographie. ... Conant verdient wirklich unsere Sympathie.
Essen
Wolfgang Kröger
Conant mußte sich erst mit dem »Kommunistenjäger« McCarthy herumschlagen? Was wollen Sie mit Ihren dauernden Spritzen gegen diesen Senator? Wir wollen nicht vergessen, daß McCarthy jener Mann ist, der im amerikanischen Senat für Deutschlands Rechte zu einer Zeit kämpfte, in der die amerikanische Deutschlandpolitik noch von den Morgenthau-boys bestimmt wurde.
Flensburg
K. J. Bieder
Selbst an Wissenschaftlern von der Kapazität eines Mr. Conant vergreift sich also der Demagoge McCarthy. So sieht es heute im Land der Freiheit aus: ein Gespenst geht um in Amerika, das Gespenst des McCarthyismus.
Bremen
Claus Behm
Conant hat in Bonn eine höchst wichtige, vor der Öffentlichkeit geheimgehaltene Aufgabe: die starke Heranziehung der deutschen Wissenschaftler für den technologischen Fortschritt der Westmächte.
Los Angeles, USA
Jungk