David Beckham
David Beckham, 26, Star von Manchester United und der englischen Nationalmannschaft, lässt sich derzeit als Gott feiern, als Hindu-Gott Shiva. Das Fußballidol sitzt vierarmig und gekrönt auf einem goldenen Thron, der auf Stößen von Boulevardblättern ruht, zusammen mit Ehefrau Victoria als Berggöttin Parvati und Sohn Ganesh, bürgerlich Brooklyn geheißen. Plaudertasche Victoria hält ein Mikrofon und trägt ein hochgeschürztes Ballkleid samt hochhackigem Schuhwerk; den kleinen Brooklyn schmückt ein United-Trikot, ein ununterbrochener Strom güldener Taler und Sterne regnet auf das Dreiergespann herab. Amrit und Rabindra Singh, die beiden naiven Maler des Werks und der Glaubensrichtung der Sikhs angehörend, weisen jeden Verdacht auf Satire oder Ironie weit von sich. Sie haben die Beckhams als ideale Familie, die von allen Seiten Geschenke erhält, gemalt, weil sie »Persönlichkeiten sind, denen die Menschen nacheifern, gerade so wie Göttern in der hinduistischen Religion«. Das Werk kommt im Mai in Manchester zur Ausstellung. Dann, so die geheime Hoffnung, hat ManU mit Shiva-Beckham die Champions League gewonnen.