David Cameron - DER SPIEGEL
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David Cameron

• aus DER SPIEGEL 10/2006
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David Cameron , 39, neuer Vorsitzender der britischen Konservativen, kündigt Politikwechsel mit Vorliebe mit musikalischen Konnotationen an. Gleich bei seinem Amtsantritt war der Boss der Tories mit der Nennung seiner Lieblingsplatte aufgefallen. Cameron bekannte sich zu einem Album der Popgruppe The Smiths aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Titel: »The Queen Is Dead«. Kurz darauf verkündete der Konservative eine Art Königinnenmord. Die Queen müsse, so Cameron vor vier Wochen, essentielle Rechte abgeben. Etwa das Recht, Krieg zu erklären, Truppen ins Ausland zu entsenden, das Parlament aufzulösen sowie den Premierminister zu ernennen. Auch ziemlich zu Beginn seiner Amtszeit war der Vorsitzende in einem Rundfunkinterview gefragt worden, wer denn die Hübscheste der Girlband »Girls Aloud« sei. Cameron erwählte die Sängerin Cheryl Tweedy, 22, und ergänzte: Die Girls Aloud seien »eine moderne und mitfühlende Gruppe«. Es sei »an der Zeit, dass man von den Girlbands der Thatcher-Ära wegkommt«. Vergangene Woche nun brach der Tory-Chef in einem vielbeachteten Statement mit dem nach der früheren Parteivorsitzenden Margaret Thatcher genannten Thatcherismus, dem Programm der sozialen Kälte. Jetzt soll seine Partei eine »moderne und mitfühlende« werden, der »sozialen Gerechtigkeit« verpflichtet und der Tugend der Solidarität.

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