Globalisierung: Großdemo der neuen Apo - DER SPIEGEL
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Globalisierung Großdemo der neuen Apo

Enttäuscht von deutschen Parteien und ihrer Politik wollen mehrere zehntausend junge Menschen kurz vor der Bundestagswahl auf die Straße gehen. Die Globalisierungskritiker von Attac und Jugendverbände mehrerer Gewerkschaften planen am Samstag in Köln große Protestaktionen. Ausschreitungen wie in Genua soll es keine geben.
Von Nicole Janz
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Berlin – "Unsere Politikvorstellungen stehen am 22. September nicht zur Wahl", erklärt Astrid Krauss von Attac Deutschland. Um einen grundlegenden Politikwechsel in Deutschland zu erreichen, brauche es ein außerparlamentarisches Bündnis.

Die Veranstalter, darunter auch Initiativen der Erwerbslosen- und Friedensbewegung, sowie der Jugendorganisationen der Gewerkschaften Verdi, IG Metall und IG Bau, wollen der "neoliberalen Wirtschaftspolitik der etablierten Parteien" entgegentreten. Mit verschiedenen Kundgebungen und Aktionen in der Kölner Innenstadt treten sie für soziale Gerechtigkeit, Umverteilung, zivile Konfliktlösung und eine demokratische Kontrolle der Finanzmärkte ein.

"Unsere Jugendlichen verlassen sich nicht auf die Regierung, sie wollen Druck von unten erzeugen", sagte der Bundesjugendsekretär der IG Metall, Jan Engelhardt. An der für den Nachmittag geplanten Abschlusskundgebung am Köln-Müngersdorfer Stadion soll unter anderem der alternative Friedensnobelpreisträger Johan Galtung aus Norwegen teilnehmen.

Gewalttätige Ausschreitungen wie auf dem G-8-Gipfel in Genua vor gut einem Jahr schlossen die Veranstalter aber aus.