Irak Mysteriöse Todesfälle bei US-Soldaten
Washington - Das US-Verteidigungsministerium bestätigte jetzt eine mysteriöse Serie von Lungenentzündungen bei US-Soldaten in der Golfregion. Etwa hundert Soldaten seien erkrankt und müssten teils künstlich beatmet werden. Zwei sind bereits an der Krankheit gestorben. Die Krankheit wütet vor allem unter den Soldaten, die am Irak-Krieg und der Anti-Terror-Kampagne in der Region teilgenommen hätten.
Biologische oder chemische Waffen sollen nach Pentagon-Aussagen nicht im Spiel sein. Auch die Infektionskrankheit SARS könne ausgeschlossen werden. Vielmehr handle es sich um ein gewöhnliches Bakterium, das jährlich den Tod vieler Menschen verursache, sagte Robert DeFraites vom Büro des Generalstabsarztes. Die meisten Lungenentzündungen seien im Irak aufgetreten, weitere auch in Katar, Kuweit und Usbekistan.
Warum fast ausschließlich US-Soldaten von dem Bakterium befallen sind, ist noch unklar. Um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen, wurden nun zwei Teams von Ärzten in das medizinische Zentrum der US-Streitkräfte in Landstuhl (Rheinland-Pfalz) geschickt. In Landstuhl werden die meisten der schweren Fälle behandelt. Nach Berichten des US-Senders CNN sollen sich dort zwei Ärzte, ein Epidemiologe und ein Spezialist für Infektionskrankheiten, mit den Patienten befassen. Andere Experten nehmen im Irak Boden-, Wasser- und Luftproben. Es wird vermutet, dass Hitze und Staub die Krankheit fördern.