US-Kriegsvorbereitungen Bush startet größtes Manöver seit dem Golfkrieg
Das größte Manöver in der Golfregion seit dem Krieg von 1991 begann am Samstag. Tausende Soldaten und Hunderte Panzerfahrzeuge probten in der Wüste von Kuwait einen Militäreinsatz unter feindlichem Feuer. Bei dem Manöver nähern sich die rund 12000 Soldaten der irakischen Grenze im Norden Kuweits teilweise bis auf fünf Kilometer.
Der Befehlshaber der US-Truppen in Kuwait, Generalmajor Buford Blount, erklärte, seine Soldaten gehörten bereits jetzt zu den am besten ausgebildeten in der Welt. Das zweitägige Manöver werde ihre Sinne weiter schärfen und damit ihre Schlagkraft für den Ernstfall erhöhen. Auf die Frage, ob dieser Ernstfall schon bald eintreten werde, antwortete Blount lediglich, diese Entscheidung liege bei US-Präsident George W. Bush.
Eindeutige Warnung an Saddam
Medienvertreter vor Ort sahen in der groß angelegten Übung indessen eine eindeutige Warnung an den irakischen Staatschef Saddam Hussein. Kuweit will den Vereinigten Staaten sein Territorium allerdings nur dann für Angriffe auf Irak zur Verfügung stellen, wenn dafür ein Mandat des Weltsicherheitsrats vorliegt. In Saudi-Arabien wurden unterdessen zum ersten Mal seit dem Golfkrieg von 1991 die Luftschutzsirenen getestet. Der Generaldirektor der Zivilschutzbehörde, Saad el Tuweidschri, betonte jedoch, diese Übung habe nichts mit der gegenwärtigen Verschärfung der Kriegsrhetorik im Irak-Konflikt zu tun.