Deeyah - DER SPIEGEL
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Deeyah

• aus DER SPIEGEL 7/2005
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Deeyah , 27, jüngste Popsensation im Vereinigten Königreich und wegen ihrer Abstammung auch die »Muslimische Madonna« genannt, stürmte mit ihrer neuen Single die britischen Charts. Der Aufstieg in der Hitliste wurde begleitet von Berichten über erregte religiöse Eiferer, denen Deeyahs Song »Plan of My Own« nicht passt. In zahlreichen Zeitungs- und TV-Interviews hatte die Tochter eines pakistanischafghanischen Paars behauptet, sie sei von Muslimen, denen ihr sexy Auftreten nicht gefiel, als Hure beschimpft, verflucht und bespuckt worden. Der Sprecher des Zentralrats der britischen Muslime ließ sich davon nicht überzeugen. Gegenüber einem Reporter des »Independent« machte er geltend, Deeyah sei gar keine Muslimin (als würde das etwas ändern), sondern eine Hindu. Es gebe weder Beweise noch unverdächtige Zeugen für hasserfülltes Verhalten von Fanatikern. Es handle sich vermutlich um einen Werbegag zum Start der neuen Single. Das Management des Stars sieht das anders. Wenn die Angriffe auf Deeyah nur ein Reklametrick gewesen wären, »dann hätte sie nicht ihre Wohnung wechseln und Bodyguards anstellen müssen«.

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