DEFA - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 25 / 53

DEFA

• aus DER SPIEGEL 8/1956
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die sowjetzonale staatliche Filmgesellschaft Defa hat in Ostberlin ihre Pläne für die Spielfilmproduktion des Jahres 1956 bekanntgegeben. Die Gesellschaft will Thomas Manns »Buddenbrooks« - nach den Wünschen des Dichters - gemeinschaftlich mit einer westdeutschen Filmproduktion verfilmen. Gemeinsam mit einer französischen Gesellschaft will die Defa eine Filmversion von de Costers »Till Ulenspiegel« herstellen. Weitere Projekte:

* »Der Hauptmann von Köln«, die Geschichte eines arbeitslosen Bäckers, der sich in Westdeutschland als Kriegsverbrecher ausgibt und von den Spenden der sympathisierenden Bevölkerung ein luxuriöses Leben führen kann, bis der Schwindel aufgedeckt wird.

* »Das große Rennen«, ein Film aus dem

Rennfahrermilieu (nach einem Buch des Rennfahrers Manfred von Brauchitsch).

* »Spielbank-Affäre«, die Geschichte eines

jungen Mädchens, das in westdeutschen Spielhöllen sittlich verkommt.

* »Der Bettelstudent« als Filmoperette.

* »Das tapfere Schneiderlein« als Farbfilm.

Ferner plant die Defa eine Filmversion des sowjetzonalen Romans »Lissy«. Der sowjetzonale »Nationalpreisträger« Kurt Bartel ("Kuba") wurde mit der Verfertigung des Drehbuchs für den Film »Der Krumme« mit der Fortsetzung »Der Gerade« beauftragt; die Filme sollen in einem mecklenburgischen Dorf spielen und beschreiben, wie nach dem Einzug der Roten Armee »ein krummer Mensch wieder gerade wird«.

Zur Ausgabe
Artikel 25 / 53