Der allerletzte Grund - DER SPIEGEL
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Briefe

Der allerletzte Grund
• aus DER SPIEGEL 8/2003
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Der allerletzte Grund

Nr. 6/2003, Irak-Krise: Showdown im Sicherheitsrat

Ich hoffe, es ist klar, dass nicht alle Amerikaner mit unserem Präsidenten darin übereinstimmen, ein Krieg gegen den Irak sei rechtmäßig. Millionen von uns sind überzeugt, dass Bush, Cheney und Rumsfeld bis zu einem gewissen Grad besessen sind von ihrem Größenwahn, getrieben von Gier nach dem irakischen Öl.

TAMWORTH, NEW HAMPSHIRE (USA ) MARVIN A. STEVENS JR.

Bitte glauben Sie in Deutschland nicht, dass sich die Mehrheit der Briten für die Kriegshetze der Amerikaner und Blair wirklich begeistert. Ich kenne fast niemanden, der von einem übereilten weiteren Golfkrieg überzeugt wäre. Der Mann auf der Straße und besonders Mitglieder und Anhänger der Labour-Partei sind sehr skeptisch. Wir sind keine bedenkenlosen amerikanischen Pudel. Nach fast 20 Jahren Thatcher und Major feierten wir 1997 den Wahlsieg von Labour, wir erwarteten von Blair eine klügere Außenpolitik. Viele hofften auf ein wirklich europäisches Großbritannien. Heute sind wir enttäuscht.

LONDON NEVILLE WALKER

Ich frage mich, wer letztendlich gegen Uno-Resolutionen verstößt. Der Irak, der eventuell Waffen versteckt hat, was aber nicht gesichert ist, oder die USA, die möglicherweise entgegen einem Uno-Beschluss Krieg führen wollen. Ich jedenfalls fühle mich nicht vom Irak bedroht, wohl aber von dem »Gottesstaat« USA. Gott ist bestimmt sowohl Amerikaner als auch CDU-Mitglied. Zu hoffen bleibt, dass der Irak sich nach dem Krieg, der sicherlich kommen wird, nicht nur daran erinnert, wer das Land von Saddam Hussein befreit hat, sondern auch bemerkt, von wem es fortan ausgebeutet wird.

SCHÖNECKEN (RHLD.-PF.) ELFRIEDE GANSEN

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