NOVEMBER 2005 DER AMAZONAS VERDORRT
Fische verenden massenhaft, Schiffe liegen auf dem Trockenen, in den Dörfern des Notstandsgebiets werden Lebensmittel und das Trinkwasser für rund 170 000 Menschen knapp: Im Amazonas-Regenwald herrscht die schlimmste Dürre seit über 40 Jahren. Der Wasserstand bei der brasilianischen Urwald-Stadt Manaus fällt mehr als drei Meter unter normal. Klimaforscher sehen als Ursache für die lebensbedrohende Wasserarmut vor allem die Abholzung des Regenwalds. Andere Forscher vermuten einen Zusammenhang mit den gehäuft auftretenden karibischen Hurrikanen, die gigantische Wassermassen aus dem warmen Nordatlantik saugen und nördlich des Äquators abregnen - Feuchtigkeit, die in den Regionen südlich des Äquators fehlt.
Ausgetrockneter See im Amazonas-Gebiet, normaler Verlauf des Amazonas