Der Fall B. - DER SPIEGEL
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Am Rande Der Fall B.

• aus DER SPIEGEL 41/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Da stand er, der Trainer für Deutschland, stand mit diesem stechenden Sensenmannblick an der Seitenlinie, machte seinen Kickern mit brennenden Augen Feuer unterm Hintern, der große Motzer, der große Motivator. Der große Monarch. Und deshalb die Frage, der dieser Mann nicht länger ausweichen darf, im Interesse Deutschlands: Auch du, Franz?

Hat auch Kaiser Franz der Erste, der letzte Teamchef mit einem richtig stechenden Zornesblick, seine Sehschärfe mit unerlaubt geschnupften Hilfsmitteln gesteigert? So wie das sein designierter Nachfolger Christoph Daum vielleicht getan haben sollen könnte, wenn man dies bei einem Fußballverein in München richtig gelesen zu haben glaubt?

Zugegeben, noch ist der mutmaßliche Augendoper Franz B., bisher ehrenwerter Präsident des FC Bayern München, nicht mit letzter Sicherheit überführt. Noch fehlt die ultimative Gewissheit, dass er demnächst wirklich ein Geständnis ablegen wird. Und noch immer, aber nicht mehr lange, warten die Verfolgungsorgane des öffentlichen Interesses, Paul Breitner, Udo Lattek, Max Merkel, auf den letzten unwiderlegbaren Beweis zur Aburteilung des Hauptverdächtigen B.

Deshalb braucht die Nation in dieser Ermittlungsphase jetzt die Hilfe eines Fahndungsspezialisten: Uli Hoeneß. Nachdem Hoeneß, der Kenneth Starr des deutschen Fußballs, hiermit aus der Presse von Beckenbauers eventuell möglicher Delinquenz weiß, wird er sicher umgehend die Frage stellen müssen, ob Beckenbauer noch Präsident des FC Bayern bleiben kann. Kann er? Eine Haarprobe von B. sollte Aufschluss geben.

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