MODERNES LEBEN Der Traum vom Weltraum
Irgendwo am Rande des Universums muß es Welten geben, in welchen keine Schwerkraft mehr die Gedanken am Boden hält und die Phantasie sich an die Gesetze der Wahrscheinlichkeit nicht mehr gebunden fühlt. Diese Welten bleiben für die Raumfahrt unerreichbar - man kommt nur per Traumfahrt dorthin: indem man sich versenkt in den Bildern des Comic-Zeichners Moebius, dessen Werke immer auch Triebwerke sind. Der Mann heißt eigentlich Jean Giraud, hat unter diesem Namen die legendäre Westernserie »Leutnant Blueberry« gezeichnet und unter dem Pseudonym Moebius viele Geschichten von galaktischem Rang wie »Der schwarze Incal« oder »Silver Surfer«. In Frankreich wird er dafür als großer Künstler gefeiert; in Deutschland ist er nicht ganz so berühmt - was sich aber bald ändern mag, wenn nun »Das große Moebius-Buch« erscheint (Carlsen Verlag, Hamburg; 200 Seiten; 86 Mark), in dem der Zeichner über Inspiration und Imagination, den Wilden Westen und das restliche Universum berichtet: Im interstellaren Kontext sind wir alle Außerirdische.