DEUTSCHE MARK - DER SPIEGEL
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Briefe

DEUTSCHE MARK
• aus DER SPIEGEL 36/1956
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DEUTSCHE MARK

Unter den Zuschriften hinsichtlich der aktuellen Währungsfrage weist SPIEGEL-Leser Friedrich Schröder (Erlangen) auf den von Ihnen abgedruckten Zehntausend-Mark-Schein hin, der am 1. Februar 1923 von der Stadtverwaltung Köln mit der Unterschrift des damaligen Oberbürgermeisters Adenauer herausgegeben worden ist, und knüpft - anspielend auf die Kontroverse Adenauer-Vocke - unter Hervorhebung der Fähigkeiten des »verantwortungsbewußten Fachmannes Vocke« daran die Bemerkung, es dürfe nicht mehr vorkommen, daß Stadtoberhäupter Geldscheine unterschreiben. Offensichtlich ist Herr Schröder nicht mehr im Besitze eines Exemplars der damaligen Millionen-, Milliarden- und Billionen-Scheine aus dem Jahre 1923, die sämtlich zwölf Unterschriften des Direktoriums der früheren Reichsbank-Aktiengesellschaft trugen. Darunter befindet sich stets auch die Unterschrift des heutigen Geheimrats Vocke.

Ich bin zwar ein Gegner des aufrüstungsdürstigen Bundeskanzlers, halte es aber im vorliegenden Falle für gebührlich, zu seinen Gunsten einzutreten.

Brandsbek über Kiel

KARL NICKISCH

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