Die Debatte
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DER SPIEGEL 40/1998
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über das geplante Holocaust-Mahnmal in Berlin hat sich weit entfernt von dem, was in den Lagern der Judenvernichtung passiert ist. Steinquader sollen an den industriell organisierten Massenmord an Millionen Juden erinnern, die Nachkommen der Täter wollen den Leiden der Opfer ein Denkmal setzen. Einer der Täter, der Auschwitz-Arzt Hans Münch, ruft in Erinnerung, was das Vernichtungslager für jene Deutschen bedeutete, die vom Mord an den Juden lebten: »Dienst war Dienst, und Schnaps war Schnaps.« Im Hygiene-Institut des Lagers benutzte Münch das »Menschenmaterial«, um Krankheitserreger zu injizieren und Experimente durchzuführen, »die sonst nur an Kaninchen möglich sind«.