DORLS - DER SPIEGEL
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Briefe

DORLS
• aus DER SPIEGEL 36/1952
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DORLS

(Nr. 33/52, Deutschland, und Nr. 34/52, Briefe)

Ich habe in München vor einem kleinen Kreis von SRP-Funktionären gesprochen. Ich habe in der Wohnung und im Beisein des Obersten Gümbel gesprochen. Ich habe davon gesprochen, daß selbstverständlich den vielen tausend Mitgliedern und Hunderttausenden von Anhängern der politische Weg nicht abgeschnitten sein dürfe. Ich habe davon gesprochen. daß ich den Rechtsanwalt Dr. Rudolf Aschenauer, den ich persönlich kenne, nicht nur für politisch, sondern auch für menschlich qualifiziert genug hielte, daß eine Vertrauensbasis für die von uns organisierten Menschen und gewonnenen Anhänger gegeben sein könne. Ich habe keinen Zweifel daran gelassen, daß die Führung der SRP, am allerwenigsten Otto Ernst Remer und ich, der Möglichkeit eines solchen Weges nicht hinderlich sein würden. Ich habe auch unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß ich das System von Bonn für »intelligent« genug hielte, uns noch obendrein zu politischen Märtyrern zu machen. Kommentare im Frankfurter Rundfunk aber, vor allem der vom 20. August 1952, wonach wir in die Ostzone emigrieren würden. sind die Weisheit von Karlchen Miesnick. Wir haben keine Beziehungen zu Politikern der Ostzone. Wir haben noch nicht einmal Beziehungen zu Politikern der Westzonen.

Im übrigen traf Dr. Rudolf Aschenauer mit seinem Leserbrief ins Schwarze. Er ist kein Strohmann, er ist eine Persönlichkeit, die weiß, was sie will. Damit entfallen auch alle Folgerungen der Politiker von Provinzformat.

Waldhaus Gudenhagen

Dr. Fritz Dorls

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