Douglas Sinclair,
56, schwarzer Arbeiter in der britischen Ford-Fabrik in Dagenham, und vier weitere Arbeitskollegen erhielten von der Geschäftsleitung ein neues Gesicht verpaßt. Zusammen mit 20 weißen waren die 5 dunkelhäutigen Mitarbeiter für eine Ford-Werbekampagne fotografiert worden. Jetzt entdeckte sich Sinclair in einer in britischen Ford-Dependancen ausliegenden Werbebroschüre und war »bestürzt«. Sein Körper war noch komplett auf dem Foto, »angezogen mit einem Overall, und auch die Ringe an meinen Fingern waren an Ort und Stelle, aber ich hatte ein weißes Gesicht und eine Brille«. Ähnlich erging es den vier anderen Kollegen - statt ihrem eigenen trugen sie nun einen weißen Kopf. »Two Faces«, so Sinclairs neuer Spitzname in der Firma, erhielt wie seine Leidensgenossen 3500 Mark Entschädigung. Management und Werbeagentur verneinen jeden rassistischen Hintergrund. Das geweißte Foto habe man für eine Werbekampagne in Polen gebraucht, wo es ja keine »gemischt rassischen« Belegschaften gebe.