Drei Jahre Ukrainekrieg Das Schicksal Europas
Zahlreiche Länder in Europa bekunden anlässlich des dritten Jahrestages des russischen Angriffskrieges ihre Solidarität mit der Ukraine. So auch Frankreich, hier wird der Pariser Eiffelturm in den ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb beleuchtet.
Seit dem 24. Februar 2022 ist das zweitgrößte Land Europas in seiner Existenz bedroht. Zugleich hat sich Europas Sicherheitsordnung grundlegend verändert. Laut UNHCR leben inzwischen fast sieben Millionen Geflüchtete außerhalb der Ukraine, die meisten in Europa. In Deutschland hat sich die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge seit Kriegsbeginn auf fast 1,3 Millionen erhöht.
Bis heute bleibt die Unterstützung für die Ukraine stark. »Der völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine muss enden, so schnell wie möglich, und unter Wahrung ihrer Souveränität und territorialen Integrität«, erklärt der Regierungssprecher der Ampelkoalition, Steffen Hebestreit, vor dem Jahrestag. Die Bundesregierung bekräftigt, man werde Kyjiw weiterhin entschlossen beistehen. Die Europäische Union hat der Ukraine außerdem weitere finanzielle Unterstützung in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt. »Es steht nicht nur das Schicksal der Ukraine auf dem Spiel. Es ist das Schicksal Europas«, sagt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in einer Rede.
Zum Jahrestag empfängt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kyjiw hochrangige Gäste aus aller Welt, Sanktionen werden besprochen. Das Treffen steht unter besonderer Beobachtung, da US-Präsident Donald Trump signalisiert hat, dass Washington seine Militärhilfe zurückfahren und die Ukraine zu Verhandlungen mit Russland drängen will.
Auch an diesem Tag hat die ukrainische Flugabwehr laut Militärangaben mit russischen Drohnenangriffen zu kämpfen. 113 Drohnen seien über dem Land abgefangen worden, geht aus einem täglichen Bericht der Luftwaffe hervor.