Drei sind zwei zu viel - DER SPIEGEL
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QUOTEN Drei sind zwei zu viel

• aus DER SPIEGEL 30/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lob bekam die Serie »Drei mit Herz« reichlich, als das Spiel von drei Freundinnen, die in Hamburgs gutbürgerlicher Isestraße ein sympathisches Beziehungschaos veranstalten, 1999 in der ersten Staffel lief. Die »Süddeutsche Zeitung« schrieb - zu Recht - von »handwerklicher Sorgfalt« und »bezauberndem Erzählstil«. Mit durchschnittlich 14,2 Prozent Marktanteil erfüllten die 13 Folgen glatt das Quotensoll. Doch jetzt, in der zurzeit laufenden Staffel, hat die Serie das Glück verlassen. Obwohl zwei der Hauptdarstellerinnen, die sanftmütige Eva (Bettina Kupfer) und die flotte Single-Frau Claudia (Katharina Schubert), noch dabei sind und die gute Qualität nicht gelitten hat, liegt die »Drei mit Herz«-Quote bei schwachen 11,5 Prozent - zu wenig, um die Hoffnung auf eine Fortsetzung zu begründen. Michael Beckert vom Saarländischen Rundfunk, verantwortlich für Hauptabendserien, sieht die Ursachen des Niedergangs im gewandelten Publikumsgeschmack: Nach Erfolgsserien wie »Um Himmels Willen« mit Jutta Speidel als Nonne oder »Julia«-Star Christiane Hörbiger bevorzugen die Zuschauer »eindeutige Helden« und keine komplizierten Konstellationen wie in »Drei mit Herz«.

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