Dünnes Eis - DER SPIEGEL
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Briefe

Dünnes Eis
• aus DER SPIEGEL 49/1995
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dünnes Eis

(Nr. 47/1995, Hochschulen: Streit um Studiengebühren)

Ich kann nicht verstehen, warum den Studierenden nicht auch ein Beitrag zur Finanzierung der Hochschulen abverlangt werden kann oder soll. So eine Studiengebühr dürfte natürlich nicht während der geldknappen Studienzeit abgefordert werden, sondern erst nach Abschluß der Ausbildung, wenn aufgrund des Studiums das Einkommen dann wesentlich über dem Durchschnitt liegt. *UNTERSCHRIFT:

Wilhelmshaven EUGEN SCHLIEF

Warum muß das Bafög nur zur Hälfte und die auch noch zinsfrei zurückgezahlt werden? Ist es nicht ungerecht, daß Leute, die nach der Schule eine Lehre machen und dann arbeiten, ihren ehemaligen Klassenkameraden das Studium finanzieren? *UNTERSCHRIFT:

Trossingen (Bad.-Württ.) STEFAN SCHLAMP

Statt nach geringeren Studierendenzahlen zu schreien, muß endlich der Strukturwandel an den Hochschulen vorangetrieben werden. Das Problem liegt nicht in der Anzahl der Studierenden, sondern in der verkrusteten Bürokratie der Hochschulen sowie in den mangelnden Kapazitäten, die ein zügiges Studium behindern. Es ist an der Zeit, auch im Bildungswesen Wettbewerbselemente einzuführen. Nur wenn die Hochschulen untereinander im Wettbewerb um Mittel, Studierende und Prestige stehen, können knappe Mittel auch effizient eingesetzt werden. *UNTERSCHRIFT:

Bonn CARL SONNENSCHEIN Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen

Wer Geld für einen Service verlangt, wo kaum ein Service ist, der bewegt sich auf dünnem Eis. Wenn in den USA hohe Gebühren verlangt werden, dann stimmt dort auch meist das Umfeld. Sogar in kleinen Universitäten gibt es Bibliotheken und Computer-Räume, die fast rund um die Uhr, sogar am Wochenende, geöffnet haben. *UNTERSCHRIFT:

Houghton (USA) THOMAS NICKELS

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