Trinkwasser Ebbe im Stausee
Das schlechte Wetter der vergangenen Wochen war noch nicht schlecht genug - jedenfalls für die rund 70 deutschen Trinkwassertalsperren. Dort wird langsam das Wasser knapp. Nach einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren von Ende Juni waren die Stauseen im Bundesdurchschnitt nur zu 50 Prozent gefüllt, für die Jahreszeit normal wären gut 70 Prozent.
Nach dem extrem trockenen Winter waren die Vorräte nicht - wie normalerweise - durch die Schneeschmelze wieder aufgefüllt worden. Die sommerlichen Regenschauer nützen den Talsperren wenig: »Das wird fast alles von den Pflanzen aufgesogen«, sagt Wolfram Such, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Nur im Süden habe Dauerregen die Staubecken mittlerweile etwas angefüllt. Engpässe bei der Trinkwasserversorgung sind aber vorerst nicht zu befürchten. Außerdem, so Such, werde »bei dem schlechten Wetter auch weniger Wasser konsumiert«.