Abschied vom Kanzler Ein Riese
Der ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten, schlagfertiger Teilnehmer einer Fernsehrunde gegen Nikita Chruschtschow bei der amerikanischen Ausstellung in Moskau 1959, hat auch nach Ablauf seiner Amtszeit als Privatmann politische Weltreisen unternommen, war nach dem Mauerbau zweimal am gleichen Tage in Ostberlin und wurde im Sommer 1963 sowohl von Adenauer wie - demonstrativ - von de Gaulle empfangen, der sich dadurch von der weichen Moskau-Politik Kennedys zu distanzieren wünschte.
Ich begrüße die Gelegenheit, an Ihrer dem Kanzler Konrad Adenauer gewidmeten Erinnerungsausgabe mitzuwirken.
Er ist wahrhaft eine der wenigen riesenhaften Figuren auf der Weltbühne unserer verwirrten Zeit gewesen. Millionen von Amerikanern aus unseren beiden politischen Parteien empfinden ein tiefes Gefühl des Verlustes, da er nun seinen Posten als Kanzler der Bundesrepublik aufgibt.
Sein Entschluß, seiner Partei auch weiterhin Belehrung und Führung zu gewähren, ist überaus beruhigend, besonders in dieser Zeit, in der die freie Welt auch in Zukunft seiner moralischen Kraft und Weisheit bedürfen wird.
Richard Nixon