Ein voller Taler
(Nr. 17/1994, Kriminalität: Dagoberts Ende)
Beim Vergleich des Erpressers »Dagobert« mit dem wirklichen Onkel Dagobert Duck ist dem SPIEGEL ein für Kenner offenkundiger Fehler unterlaufen. Dagobert Duck hat nicht von einer Telefonzelle mit einem Wildfremden (es handelte sich übrigens um einen gewissen Herrn Schmidt) ungewöhnlich lange telefoniert, »um den investierten Taler nicht zu verschwenden«. Vielmehr kostet ein Ortsgespräch in Entenhausen lediglich 20 Kreuzer. Nur diesen Betrag hat Onkel Dagobert daher bei dem vom SPIEGEL zitierten Telefonat, das er übrigens mit Daisy führen wollte, ausgegeben (vergleiche Barks-Library, Onkel Dagobert Band 1, 1993, Seite 24). Niemals würde Dagobert Duck den horrenden Preis von einem vollen Taler für ein Ortsgespräch ausgeben. Der günstige Tarif von 20 Kreuzern beruht darauf, daß in Entenhausen das Postwesen privatisiert ist, wie man seit der Tätigkeit Donalds für die private Telegraphengesellschaft Intertel weiß. *UNTERSCHRIFT: Passau DR. MAX STADLER Donaldist und FDP-Landesvorsitzender Bayern