Eine Zukunft für unsere Kinder - DER SPIEGEL
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Briefe

Eine Zukunft für unsere Kinder
• aus DER SPIEGEL 33/2000
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Eine Zukunft für unsere Kinder

Nr. 31/2000, Entführung: Die Freilassung des SPIEGEL-Redakteurs Andreas Lorenz auf Jolo / Protokoll der Entführung

Mit Ihnen freue ich mich, dass Herr Lorenz wieder frei ist. Seine Erlebnisse zeigen, wie gefährlich Jolo ist und dass man dort buchstäblich niemandem trauen kann. Bei so hohen Geldsummen sind selbst Kontaktpersonen, die man im Hause des Gouverneurs kennen lernt, nicht mehr sicher. Der Entscheid, über eine solche Extremsituation vor Ort zu berichten oder nicht, wird wohl immer eine heikle Gratwanderung bleiben, um die ich Sie nicht beneide.

ZÜRICH PETER KOCH

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat zu keiner Zeit das Verhalten des Journalisten Andreas Lorenz (vor-)verurteilt. In seinen verschiedenen Stellungnahmen zum Geiseldrama auf den Philippinen hat der DJV im Hinblick auf den entführten SPIEGEL-Reporter vielmehr deutlich zur Zurückhaltung bei der Beurteilung des Falles geraten. ,,Die Hintergründe seien hier noch zu unklar, um ein abschließendes Urteil zu fällen«, hieß es entsprechend in einer offiziellen Pressemitteilung vom 3. Juli.

BONN PROF. DR. SIEGFRIED WEISCHENBERG

DJV-BUNDESVORSITZENDER

Kein Lösegeld, keine Spenden, sondern Investitionen für Projekte, die sich finanziell selber tragen, werden der Dritten Welt eine Aufgabe und einen Sinn in unserer Völkergemeinschaft geben. Sie und wir erfahren so ganz neue Selbstbestätigung und erhalten frische Perspektiven, ein globales ideologisches Zueinanderfinden schafft beste Voraussetzungen und Lebenskonditionen. Ein großes Thema, eine neue Politik, eine Zukunft für unsere Kinder, oder deine Tochter ist die nächste Geisel.

OBERTSHAUSEN (HESSEN) JOACHIM P. SCHLESINGER

Wenn die Touristen schon so dämlich sind, in gefährlichen Regionen Urlaub zu machen, dann müssen die Journalisten nicht auch noch dahin gehen, um die Gangster zu hofieren.

HATTERSHEIM (HESSEN) PETER VOIGT

Wer derartige exotische Urlaubsziele wählt, muss auch damit mittelbar und indirekt verbundene Risiken einkalkulieren. Zum Glück befinden sich nicht mehr viele Deutsche auf Mindanao, ansonsten könnte der Krisenstab des Auswärtigen Amts zu einer Dauereinrichtung werden, und der Finanzminister könnte eine Zahlstelle in Zamboanga einrichten.

MANILA (PHILIPPINEN) KURT NASS

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