Das Haar in der Suppe hat schon manchem den Appetit verdorben, Kinder hingegen lassen sich von »ekligen« Einlagen nicht so schnell aus der Fassung bringen. Das fanden Psychologen der University of Pennsylvania in Philadelphia bei Versuchen mit drei- bis zwölfjährigen Kindern heraus, denen sie verschiedene unappetitliche Überraschungen ins Essen taten. Zwar konnte sich keines der getesteten Kinder dazu durchringen, eine tote Heuschrecke aufzuessen; aber die meisten Dreijährigen tranken Saft, in dem eine tote (zuvor allerdings sterilisierte) Heuschrecke schwamm oder der mit einem scheinbar benutzten Kamm umgerührt worden war. Immerhin die Hälfte der Kinder ließ es sich auch nicht nehmen, einen mit »Heuschrecken-Puder« (es bestand in Wahrheit aus grün gefärbtem Mehl und Zucker) bestreuten Keks zu kosten. Die Bereitschaft, auch »eklige« Nahrung zu sich zu nehmen, schwand - anfangend bei den Sechsjährigen - erst mit zunehmendem Alter.
Dieser Ausdruck wurde am 18.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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