Nordirland Ende des Terrors in Sicht
In zwei bis drei Jahren könne der nordirische Bürgerkrieg zwischen britannientreuen Protestanten und Extremisten der katholischen Minderheit beendet sein, glaubt Sir Hugh Annesley, Polizeichef der Royal Ulster Constabulary und oberster Gesetzeshüter in der geschundenen Krisenregion. Den Umschwung nach einem Vierteljahrhundert Blutvergießen soll die katholische Untergrundorganisation IRA mit einem begrenzten Waffenstillstand einleiten - Ergebnis der Friedensverhandlungen zwischen der britischen und der irischen Regierung sowie dem politischen IRA-Arm Sinn Fein. Auch die meisten protestantischen Terrorgruppen, glaubt der Polizeichef, würden ihre Waffen niederlegen, wenn IRA-Bombenanschläge und -attentate aufhörten. Der staatliche Kampf gegen die protestantischen Bombenleger müsse dennoch weitergehen, erklärt Sir Hugh. Denn kriminelle Splittergruppen beider Konfessionen würden die Bewohner Ulsters auch künftig terrorisieren - »mit Bandenunwesen und Rauschgifthandel«.