Ende einer Reform
Statt, wie vorgesehen, den 1973 von Bund und Ländern gemeinsam vereinbarten Bildungsgesamtplan in diesem Sommer fortzuschreiben, wollen die CDU/CSU-regierten Länder, angeführt von Stuttgarts Kultusminister Wilhelm Hahn, auf Tilgung fast aller Reformziele dringen: Einführung einer schulform-unabhängigen Orientierungsstufe in der fünften und sechsten Klasse. Verzahnung von Berufsoberschulen und Gymnasien, Anerkennung der Gesamtschule als zusätzliche Regelschule. Die christdemokratischen Kultuspolitiker verwiesen dabei auf ihre Finanzminister, die ein besseres Bildungssystem derzeit für nicht finanzierbar halten; ihnen kommt zudem die Orientierungslosigkeit der sozialliberalen Bildungspolitiker zugute -- von Berlins FDP-Schulsenator Walter Rasch selbstkritisch als »ein Jammerhaufen« bezeichnet.