Erika Harold - DER SPIEGEL
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Erika Harold

• aus DER SPIEGEL 45/2002
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Erika Harold, 22, jüngst zur »Miss America« gewählte Schöne, erschreckte die Organisatoren des US-amerikanischen Miss-Rummels mit einer nicht abgesprochenen Kampagne - sie macht sich stark für sexuelle Enthaltsamkeit im jugendlichen Alter. Die Schönheitskönigin schien perfekt ins politisch korrekte Schema zu passen: Sie hat einen Platz an der Harvard Law School, und ihre Vorfahren mütterlicherseits waren schwarze Sklaven und Cherokee- Indianer. Mehr noch als ihr gutes Aussehen zählten ihre Geistesgaben. »Sie wurde gewählt, weil sie die Smarteste war«, so ein Jurymitglied. Ihr mit den Organisatoren vereinbartes Thema des Jahres (jede US-Schönheitskönigin wählt sich ein solches) sollte Teenager-Gewalttätigkeit und Mobbing sein. Unerwähnt ließ sie, dass sie bei den Jugendlichen auch für sexuelle Abstinenz werben würde. Dem massiven Druck der Offiziellen des »Miss America«-Wettbewerbs, doch diesen Punkt in ihrer Jahreskampagne fallen zu lassen, erteilte sie eine glatte Abfuhr: »Mich kann man nicht einschüchtern.« So freuen sich die amerikanischen Streiter vom »Project Reality« für prämaritale Jungfräulichkeit über das attraktive Vorbild: »Viele junge Leute glauben, sexuelle Enthaltsamkeit sei was für ihre Großeltern«, sagt eine ihrer Sprecherinnen, »wunderbar, dass nun auch eine so junge, intelligente und schöne Frau darüber spricht.«

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