ERNST BACH - DER SPIEGEL
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Briefe

ERNST BACH
• aus DER SPIEGEL 45/1956
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

ERNST BACH

Der Brief des Herrn Dahm zu Ihrem Bach -Artikel kann einen doppelten Superlativ für sich in Anspruch nehmen. Er ist einer der unsachlichsten und dümmsten, die jemals an die SPIEGEL-Redaktion eingeschickt worden sind. Als Kennzeichen der Unsachlichkeit müssen die Anspielung auf eine entstellende Kürzung der Leserbriefe und die verkrampfte Stellungnahme zur Person des Herrn Ernst Bach gelten. Die erste Behauptung wird durch die Praxis der veröffentlichten Briefe weitgehend widerlegt, die andere ergeht sich in abgefeimten Unterstellungen, anstatt sich um handfeste, entgegensprechende Argumente zu bemühen.

Bayreuth GERHARD SCHLIEFER

cand. jur.

Glaubt SPIEGEL-Leser Dahm wirklich, daß Herr Bach nur deshalb kein Gericht bemüht, weil er »sich nicht beschmutzen will«? Es mag sein, aber doch nur, weil er sich nicht noch mehr beschmutzen will!

Neunkirchen (Saar) HEINZ NEUMANN

Sie, Herr cand. theol. et phil. Dahm, versuchen da gleich zu Beginn Ihrer Zuschrift so zu tun, als wüßten Sie - im Gegensatz zum SPIEGEL - etwas von den wirklichen Verhältnissen, die den Hintergrund zum »Fall« Bach bilden. Anstatt nun dieses Wissen um die angeblich wahren Zusammenhänge in Form von widerlegenden Tatsachen und Argumenten dem Bericht des SPIEGEL entgegenzusetzen, verwandeln Sie eine unmotiviert wirkende Empörung zeilenlang in klingende Worte. Nun mag es die theologische Praxis mit sich bringen, daß man - ohne den Verlust an Überzeugungskraft zu bemerken - sich daran gewöhnt, Irgendeinen emotionalen Aufwand an die Stelle sachlicher Argumentation zu setzen.

Dennoch wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns - der Öffentlichkeit - gegenüber einmal die »wirklichen Verhältnisse um Bach« darstellten und das »Trübe der Quellen und Informationskanäle« des SPIEGEL tatsächlich und nicht mit »fragwürdig dunklen« Andeutungen aufzeigten.

Ashausen JÜRGEN MANTHEY

Es wäre vielleicht besser gewesen, vor allem im Interesse des Autors, diesen Brief von Herrn Dahm nicht zu veröffentlichen; man kommt zu leicht in Versuchung, über den Stand der wissenschaftlichen Schulung des Denkvermögens jener »cand. phil.« hinsichtlich des Bemühens um eine möglichst umfassende, wohlfundierte und objektive Urteilsbildung über ein gegebenes Problem eine schlechte Meinung zu bekommen.

Brüssel PETER WALLENFELS

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