Es wird eng
Nr. 52/2005, Deutsche Bank: Ackermann vor Rücktritt?
Ich habe mein Konto bei der Deutschen Bank bereits beim ersten Prozess gegen Herrn Ackermann (Victory-Zeichen) gekündigt. Unglaublich viel Sitzfleisch zeichnet Herrn Ackermann offensichtlich aus. Der zweite Prozess steht vor der Tür, ihm wird Untreue und anderes angelastet. Was muss noch geschehen, damit dieser selbstgefällige Herr seinen Hut nimmt? Aber vielleicht siegt doch mal wieder die Gerechtigkeit, ist ja schon lange nicht mehr geschehen. Lassen wir uns überraschen, der Anfang sieht ganz gut aus.
MÜNCHEN NINA SCHMID
Ich fordere die Große Koalition auf, eine »Esser«-Steuer einzuführen. Ab einer Million Euro Abfindung oder Prämie 60 Prozent für die Steuerkasse, ab 3 Millionen 70, ab 5 Millionen 80 und ab 10 Millionen 90 Prozent.
MÜNCHEN BRUNO LAMPRATI
Nun wird es eng um Herrn Ackermann, und es fällt auch ein schlechtes Licht auf das ihm immer noch anvertraute Geldhaus. Spätestens im nächsten Sommer wird es Gerechtigkeit geben, und kein Richter wird mehr einen Freispruch gewähren können. Sollte der verzweifelte Rettungsplan der Verteidigung in dem Satz »Er wusste nicht, was er tat!« liegen? Es ist aber bekanntlich so, dass auch Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Hier gilt immer noch, auch für jeden Manager, das Grundgesetz mit Artikel 3,1: »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.« Und keiner ist gleicher.
BOCHOLT (NRDRH.-WESTF.) MATTHIAS LUNGWITZ