Eut oder Eutin? - DER SPIEGEL
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EMANZIPATION Eut oder Eutin?

• aus DER SPIEGEL 13/1998
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Am 1. April tritt im schleswig-holsteinischen Eutin eine Stadtsatzung in Kraft, die sich wie ein Aprilscherz liest, aber keiner ist: Für alle Amtspersonen wurde in der Kommunalen Verfassung die weibliche Geschlechtsform gewählt - von »Bürgerin« bis zur »Bürgermeisterin«. Weil dem überwiegend männlich besetzten Stadtparlament der 17 000-Einwohnerinnen-Stadt die Benutzung beider Geschlechtsformen zu umständlich erschien, legte es sich einseitig fest. »Was ist schon dabei«, verteidigt Bürgermeisterin Gernot Grimm den Beschluß: »Früher hatten wir immer die maskuline Form, auch wenn die Amtsträger Frauen waren - nun machen wir's umgekehrt.«

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