Exodus der Farmer - DER SPIEGEL
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SIMBABWE Exodus der Farmer

• aus DER SPIEGEL 13/2002
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Während Staatschef Robert Mugabe verkündet, die Enteignungen von Großfarmern stärker als bisher vorantreiben zu wollen, verhandelt er heimlich mit weißen Farmern über eine Wiederaufnahme der kommerziellen landwirtschaftlichen Produktion. Gewaltsame Landbesetzungen haben diese fast zum Erliegen gebracht. Die Folgen spürt jetzt auch die Regierung: Allein in diesem Jahr wird das Land weniger als die Hälfte des täglichen Bedarfs an Mais produzieren. Ist bis Mitte April kein Weizen angebaut, wird auch das Brot knapp. Dennoch scheiterten Diskussionen zwischen Regierungsvertretern und Farmern über eine Bewirtschaftung derzeit brachliegender Farmen bisher an der Weigerung der Staatsführung, die Ländereien zurückzuübereignen und die Sicherheit der Bauern zu garantieren. Mindestens 15 Landwirte sind allein seit der Wiederwahl Mugabes von ihren Gütern vertrieben worden; ein weißer Farmer wurde am vergangenen Montag von Landbesetzern erschossen, als er zu fliehen versuchte. Sollte keine Einigung erzielt werden, steht ein Exodus der Weißen bevor.

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