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DER SPIEGEL 19/1953
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Bei seinem Besuch in den USA wurde Kanzler Adenauer überall als großer Ostexperte gefeiert, dessen Interpretation der neuen Kremlpolitik wesentlich zur Meinungsbildung der Regierung Eisenhower beitragen könne. Amerikanische Zeitungen, die diese Version verbreiteten, mußten sich nachträglich darauf aufmerksam machen lassen, daß die Ostabteilung des deutschen Außenamtes in Bonn äußerst mangelhaft besetzt ist, daß der deutsche Regierungschef in den Ländern des Ostblocks keine Vertretungen hat und daß die Probleme des Sowjetkommunismus in Bundeskanzler Adenauers Gedanken nie einen Platz hatten.