Faire Information
(Nr. 45/1 975, Banken)
Da ich davon ausgehe, daß der SPIEGEL seinen Lesern möglichst sachgerechte und korrekte Informationen liefern will, halte ich folgende Anmerkung zu Ihrem Artikel über die Chase Manhattan Bank für wesentlich: Der von Ihnen als »Kreditverlust« für die ersten neun Monate 1975 genannte Betrag von 210 Millionen Dollar ist nicht der effektive Verlust, sondern in dieser Höhe wurden Rückstellungen für mögliche Verluste gebildet. Fairerweise sollte man auch nicht den Gewinnrückgang in einem (dem dritten) Quartal 1975 allein anführen, wenn in den gesamten ersten neun Monaten trotz der oben erwähnten Rückstellungen der Gewinn der Chase gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 137 Millionen Dollar erhöht wurde.
Frankfurt DR. WERNER SCHMIDT The Chase Manhattan Bank N. A. Zweigniederlassungen in Deutschland