Fehde
An die Pforten der Münchener Alma Mater dröhnen dumpfe Hundhammerschläge. Der bayrische Kultusminister hob die Gültigkeit der Wahl des Allgemeinen Studentenausschusses (ASTA) vom 8. November auf. Wegen eines Formfehlers. Das gab den Anlaß zu offener Fehde unter der politisch nicht sehr begeisterten freien Burschenschaft (Von 11000 Studenten wählten knapp 3000.) Heinz Kiener, Gründer der Münchener Hochschulgruppe der Bayernpartei und junger Fischbacher-Flügelmann, überreichte Dr. Hundhammer eine Resolution, in der er den Studentenausschuß als »stark verpreußt« schildert und ihn daher nicht als rechtmäßige Vertretung der bayrischen Studentenschaft anerkannte. Er bat den Minister um Maßnahmen zur Abänderung der Verhältnisse. Asta-Vorsitzender Arnulf Enders zog sinnfällige Parallelen zwischen dem Verbot des Ex-Oberzahlmeisters Dr. Dr. Hundhammer und Wandels ostzonaler »Volksbildungsmethode«.