Feind hört mit - DER SPIEGEL
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Feind hört mit

• aus DER SPIEGEL 13/1991
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Das Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz äußert schon gegen die ersten Schritte des Bonner Bundestages in Richtung Berlin massive Vorbehalte. Das Gebäude des ehemaligen DDR-Ministeriums für Volksbildung am Berliner Boulevard Unter den Linden darf nach dem Willen des zuständigen Verfassungsschutz-Referats Z A 3 nicht - wie geplant - vom deutschen Parlament genutzt werden. Dort und im Ex-Außenhandelsministerium sollten mehr als 750 Räume mit 12 000 Quadratmetern, die derzeit als Außenstellen von Bonner Ministerien dienen, den Abgeordneten bei künftigen Plenarsitzungen in Berlin als Büros zur Verfügung gestellt werden. Das Reichtstagspräsidentenpalais und die »Kammer der Technik«, die der Bundestag kaufen will, reichen nicht. Doch aus Sicherheitsgründen votieren die Kölner Geheimdienstler gegen den Plan, die Parlamentarier mit einem Aufwand von 38 Millionen Mark Unter den Linden einzuquartieren: »Wegen der unmittelbaren Nähe zur sowjetischen Botschaft«, so ließ der Bundestagsdirektor das Präsidium wissen, bestünden in Köln bei einem Umzug ins Ex-Volksbildungsministerium »erhebliche Bedenken«. Andere Gebäude in unmittelbarer Nähe des Reichstags kommen nicht in Frage, so verlautet aus Bonn, weil sie nicht sofort verfügbar sind.

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