Flüchtlinge - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Flüchtlinge / Tunesien / SPIEGEL GESCHICHTE / WikiLeaks

• aus DER SPIEGEL 4/2011
Samadi, Krahe
Samadi, Krahe

Samadi, Krahe

Foto: HARTMUT SCHWARZBACH / Der Spiegel
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Um fast 50 Prozent stieg voriges Jahr die Zahl der Asylbewerber - Menschen aus Afghanistan, Iran, Serbien und anderen Ländern, die in Deutschland eine neue Heimat finden wollen. Stattdessen warten sie in Flüchtlingslagern monate- und manchmal jahrelang darauf, dass ihr Leben weitergeht. SPIEGEL-Redakteurin Dialika Krahe, 28, besuchte eine Flüchtlingseinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern. In Nostorf-Horst sprach sie mit Menschen wie dem Afghanen Ali Reza Samadi, 25, der, so Krahe, »nach zwei Jahren Flucht unter der Isolation und der Ungewissheit leidet« (Seite 44).

Protestierende Tunesier wurden von der Polizei mit Tränengas unter Beschuss genommen - aber auch die SPIEGEL-Redakteure Mathieu von Rohr, 33, und Volkhard Windfuhr, 74, blieben vorige Woche bei ihren Recherchen in der Hauptstadt Tunis nicht davon verschont. Sie hatten erst wieder klare Sicht, als sie sich in ein verbarrikadiertes Geschäft flüchteten. Windfuhr, seit 36 Jahren SPIEGEL-Korrespondent im Nahen Osten und Zeuge der Revolutionen im Sudan (1964) sowie in Iran (1979), spürte zusammen mit Rohr die Freude vieler Tunesier darüber, dass ihr Präsident Zine el-Abidine Ben Ali, 74, ins Exil gejagt wurde. In London sprach Marco Evers, 44, mit dem tunesischen Islamistenführer Rachid al-Ghannouchi, 69, über dessen Pläne. Sein Kollege Dieter Bednarz, 54, befragte den ägyptischen Politiker und Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei, 68, zu den internationalen Folgen des tunesischen Machtwechsels (Seiten 78, 80, 86).

Sehen Sie hier: Rohr, Windfuhr in Tunis

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Rohr, Windfuhr in Tunis

Ob in Danzig, dem heutigen Gdansk, oder in Königsberg, der russischen Metropole Kaliningrad - an vielen Orten Osteuropas finden sich Spuren deutscher Vergangenheit. Seit dem Mittelalter zog es Deutsche als Siedler, Kreuzritter und Eroberer in den Osten, Hitlers Krieg aber führte zu Flucht und Vertreibung. SPIEGEL-Redakteure haben sich auf die Suche nach der Gegenwart der Geschichte gemacht und gefragt, wie die Generation der Enkel von Tätern und Opfern heute denkt. SPIEGEL GESCHICHTE »Die Deutschen im Osten - Auf den Spuren einer verlorenen Zeit« erscheint Dienstag und kostet 7,50 Euro.

Mit geheimen amerikanischen Regierungsdokumenten, die in Deutschland exklusiv im SPIEGEL veröffentlicht wurden, hat WikiLeaks das Bild über die Kriege im Irak und in Afghanistan und die Politik der Supermacht USA verändert. Im neuen SPIEGEL-Buch »Staatsfeind WikiLeaks« (336 Seiten, 14,99 Euro) geben die Redakteure Marcel Rosenbach, 38, und Holger Stark, 40, Einblick in die Arbeit der Internetplattform. Der SPIEGEL veröffentlicht einen Vorabdruck (Seite 50).

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