FLÜCHTLINGSPROBLEM
Endlich haben Sie der bundesdeutschen Öffentlichkeit die Augen über das unheilvolle Treiben der kroatischen Flüchtlinge in der Bundesrepublik geöffnet. Nur, weil sich diese Elemente ein gut katholisches Mäntelchen umhängen, konnten sie bisher ihre Freiheit in der Bundesrepublik zum Nachteil des Ansehens der Bundesrepublik im Ausland auf das schamloseste mißbrauchen.
Liblar (Westfalen) GOTTFRIED GROSSMANN
Es ist unwahr, daß »Ustascha-Emigranten« in Köln ein Komitee zur Verteidigung der Mehlemer Attentäter gebildet haben. Dagegen ist wahr, daß kroatische Kulturarbeiter und Patrioten einen Ausschuß für die rechtliche Betreuung ihrer inhaftierten Landsleute gebildet haben. Die kroatischen Patrioten kämpfen für Freiheit und staatliche Selbständigkeit ihres verjochten Volkes, gemäß der Charta der Vereinten Nationen, was keinesfalls »faschistisch«, sondern rein demokratisch ist.
Düsseldorf
AUSSCHUSS FÜR DIE VERTEIDIGUNG DER INHAFTIERTEN KROATEN
Seit einigen Monaten wird bei gewisser Presse eine Kampagne gegen die Kroaten in Deutschland geführt. Der Anlaß dazu war die Demonstration, die einige junge Leute in Bad Godesberg gemacht haben. Wenn wir auch bis heute nicht wissen, wer der geistige Initiator dieser Aktion war, so haben sich alle kroatischen Gruppen für die Demonstranten eingesetzt, da sie diese unüberlegte Aktion- aus tiefsten patriotischen Gründen ausgeführt haben. Es ist sehr unfair zu versuchen, alle mit Nationalsozialisten und Faschisten zusammenarbeitete, aber das Regime als solches war nicht dasselbe wie in Deutschland und Italien. Die Mitarbeit beruhte mehr auf der tausendjährigen Zusammenarbeit zwischen dem kroatischen und deutschen Volk als auf diesem Regime. Es wurden zwei solcher nationalsozialistischer Organisationen in Kroatien gegründet, aber sie konnten dort nie mehr als 100 Mitglieder werben.
Es ist sehr unfair, zu versuchen, alle 50 000 Kroaten, die in der Bundesrepublik leben, wegen einiger Leute einer kleinen Organisation, die überhaupt keine Bedeutung im politischen Leben Kroatiens hatte noch hat, zu Terroristen zu stempeln und
alle kroatischen Geistlichen als Extremisten und Terroristen. Es ist eine Tatsache, daß 99 Prozent aller Kroaten in Deutschland mindestens ebenso gute Demokraten sind wie bei anderen europäischen Völkern.
Berlin DR. BRANIMIR JELIC
Kroatisches Nationalkomitee
Der Bericht wirkt in vielen Passagen für jeden, der einigermaßen die geschichtlichen Fakten kennt, unglaubwürdig, ja sogar polemisch. So erwähnen Sie nicht, daß von den kommunistischen Tito-Partisanen Zigtausende kroatischer Soldaten auf bestialische Weise niedergemetzelt, daß Tausende von kroatischen Frauen und Kindern auf unbeschreibliche Weise von den Kommunisten ermordet worden sind. Die mit aller Entschiedenheit zu verdammenden Foltermethoden in nazistischen Konzentrationslagern waren geradezu Stümperwerk gegenüber den Grausamkeiten dieser marxistischleninistischen Menschheitsbeglücker.
Es mag zur Zeit für gewisse Kreise in der Bundesrepublik nicht opportun sein, wenn man heute auf diese Bestialitäten der jugoslawischen Kommunisten hinweist. Diese Untaten sollte man aber nicht verschweigen.
Recklinghausen WILHELM SCHÖTTLER
Rechtsanwalt
Der vom SPIEGEL dem kroatischen Innenminister Dr. Mladen Lorkovic zugeschriebene Slogan: »Ein Teil der (orthodoxen) Serben sollte erschlagen, der zweite ausgesiedelt und der dritte zum Katholizismus bekehrt werden«, wird ansonsten dem von Partisanen ermordeten kroatischen Kultusminister Dr. Mile Budak zugeschrieben. Beweise, daß das- einer von ihnen jemals sagte, gibt es nirgends. Vielmehr ist das eine sehr geschickte Erfindung der jugoslawischen kommunistischen Propaganda. Vor dem kommunistischen Gericht, das ihn 1946 zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt hatte, erklärte Kardinal Stepinac: »Das kroatische Volk hat sich plebiszitär für einen kroatischen Staat erklärt ... warum soll man dieses Recht nur dem kroatischen Volk verneinen?« Da dieses Recht heute auch Menschenfressern nicht vorenthalten wird (im Kongo wurden zwölf italienische Flieger verzehrt und in Ghana Teile der parlamentarischen Opposition), glauben wir dieselben auch für uns beanspruchen zu dürfen.
München MILAN ILINICH